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Krankengymnastik

Krankengymnastik

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Definition:

Krankengymnastik ist ein Heilmittel, das ärztlich verordnet wird. Das therapeutische Vorgehen wird bestimmt durch die Diagnose und die Verordnung des Arztes. Die Durchführung krankengymnastischer Behandlungsmaßnahen erfolgt auf der Grundlage eines differenzierten Befundes und Therapieplanes.
Krankengymnastik (KG) wird heute als ein rein technischer Überbegriff für unterschiedliche spezielle Therapieformen in der Physiotherapie verwendet.

Therapeutische Wirkung:

Die therapeutischen Maßnahmen wirken sich ganzheitlich oder gezielt an den Organ- und Funktionssystemen des Patienten aus. Physiotherapeuten wirken mit ihren Behandlungsmaßnahmen an 4 Organsystemen mit wechselhaften Schwerpunkten:

  • Bewegungssystem
  • Bewegungsentwicklung und -kontrolle
  • Innere Organe
  • Erleben und Verhalten

Indikationen:

  • angeborene und degenerative Veränderungen des Haltungs- und Bewegungssystems
  • rheumatisch, entzündlich und funktionell bedingte Bewegungsstörungen
  • zentral bedingte Bewegungsstörungen
  • periphere Lähmungen und atrophischen Muskelveränderungen
  • funktionelle Störungen von Organsystemen

Geschichte:

Der Begriff Krankengymnastik leitet sich aus den einstmals gymnastischen Übungen ab und wurde auch als Heilgymnastik bezeichnet. Heute bestimmen moderne therapeutische Techniken, den bewegungstherapeutischen Teil der Behandlung. Darüber hinaus ist die KG eine Therapieform geworden, die ganzheitlich auf den Patienten einwirkt und sich nicht nur auf aktive Übungen stützt.
In Deutschland hat die Berufsbezeichnung Physiotherapeut im Rahmen einer Novellierung der Berufsgesetze 1994 bundesweit den Begriff "Krankengymnast-in" abgelöst. Der Begriff Krankengymnastik als Heilmittel blieb erhalten.

Leistungen:

  • Erstellung der krankengymnastischen Befunderhebung
  • Behandlung funktionsgestörter Gelenke
  • Stabilisierung überbeweglicher Gelenke
  • Wiederherstellung des Muskelgleichgewichts
  • Dehnung verkürzter Weichteilstrukturen
  • Aktivierung und Kräftigung geschwächter Muskulatur
  • schmerzstillende und tonusregulierende Maßnahmen
  • Schulung physiologischer Haltung und Bewegung
  • Beeinflussung der Atemmechanik und der Atemregulation
  • durchblutungsfördernde und entstauende Maßnahmen
  • Verminderung von pathologischen Bewegungsmustern
  • Regulierung des Haltungs - und Bewegungstonus
  • ergänzende Beratung in Bezug auf das Krankheitsbild in - Aktivitäten des täglichen Lebens und erforderliche Hilfsmittel
  • Anleitung und Beratung der Angehörigen
  • Hilfe beim An- und Auskleiden
Behandlungsdauer Mitzubringen ist
ca. 30 Minuten
1-2 mal in der Woche
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